Sozialer Wandel

Die Realität zeigt uns, das wir alle zusammen, und nicht nur die Finanzelite, Schlafwandler sind und Ergebnisse produzieren die keiner will. Keiner von uns möchte weiter seine Gesundheit ruinieren, die Umwelt zerstören und in zerrütteten Beziehungen leben. Wie also wachen wir auf? Was ist sozialer Wandel?

Der Blinde Fleck

Die Wurzel der sozialen und wirtschaftlichen Probleme, die wir heute haben sind nicht die anonymen Finanzeliten, die unbeweglichen Regierungen oder die internationalen Konzerne mit ihren systemischen Auswirkungen und Verstrickungen. Sie dienen uns lediglich als Spiegel. Die zugrunde liegende Ursache liegt viel tiefer in uns selbst. Es ist der Blinde Fleck, der Schatten, den wir vor uns her treiben und im Aussen bekämpfen. Eine illusorische Schlacht geführt und inszeniert vor medialem Publikum.

Sozialer Wandel geschieht von innen heraus.

Authentizität

Authentizität

“Wer in den Spiegel des Wassers blickt, sieht allerdings zunächst sein eigenes Bild. Wer zu sich selber geht, riskiert die Begegnung mit sich selbst. Der Spiegel schmeichelt nicht, er zeigt getreu, was in ihn hineinschaut, nämlich jenes Gesicht, das wir der Welt nie zeigen, weil wir es durch die Persona, die Maske des Schauspielers, verhüllen. Der Spiegel aber liegt hinter der Maske und zeigt das wahre Gesicht. Dies ist die erste Mutprobe auf dem inneren Wege, eine Probe, die genügt, um die meisten abzuschrecken, denn die Begegnung mit sich selber gehört zu den unangenehmeren Dingen, denen man entgeht, solange man alles Negative auf die Umgebung projizieren kann.“

Carl Gustav Jung 1875-1961, Schweizer Psychiater

Unsere augenblickliche Situation zeigt uns eine deutliche Trennung zwischen unseren ökonomischen Denkmodellen des “homo oeconomicus” eines auf Teufel komm raus konsumierenden und auf Eigennutz ausgerichtetes Individuums und einer kollektiven Wirklichkeit des Zusammenlebens, eines Ökosystems der Gemeinschaft, in der die Mitglieder an ihrem eigenen und dem Wohlergehen aller interessiert sind. Diese Trennung erzeugt eine enorme Spannung, zwischen Ego basierenden Strukturen (Siehe Ego Spiele) und eines natürlichen auf Harmonie und Gesundheit basierenden Ökosystems.

Ist Sozialer Wandel eine ökonomische oder eine Bewusstseinsentwicklung ?

Die beiden Hauptbegrenzungen in den konventionellen, wirtschaftlichen Denkmustern sind in zwei Worten zu benennen: Externalisierung und Bewusstsein. Ökonomische Zusammenhänge wurden und werden von unzähligen Experten und Institutionen in unendlichen Debatten versucht zu analysieren und zu beschreiben. Was dabei völlig ausser acht gelassen wird, ist die Ebene des Bewusstseins, von der aus wir agieren, sie wird noch nicht einmal wahrgenommen. Woran liegt das?

Das bestehende Wirtschaftssystem ist ausschließlich auf egobasierenden Strukturen aufgebaut. Die Krise des Geldes ist eine Krise des Geistes und zeigt uns deutlich die Begrenzungen dieser Sichtweise. Wir sind nachdrücklich aufgefordert die dominierende, egobasierte Sichtweise weiter zu ent-wickeln, auf die nächste Stufe des Bewusstseins. Einer Ebene, in der Harmonie und Mitgefühl das Handeln der Menschen bestimmen und die Welt als eine Einheit von handelnden Menschen gesehen wird. Dies bedeutet, das wir anerkennen, dass alle unsere Taten auf uns zurückwirken und wir sie mit unserem eigenen Körper erfahren. Wir erleben buchstäblich am eigenen Leib, wie wir denken und handeln. Wir erkennen uns als kreativer Schöpfer wieder und akzeptieren die Widerstände im Aussen als Projektionen unseres eigenen Selbstes.

Persönlich Transformation ist der Schlüssel für die Veränderung

Otto Scharmer zitiert Bill O´Brian CEO von Hanover Insurance: “The success of an intervention depends on the interior condition of the intervenier.” Das heisst, als Akteure in Veränderungsprozessen kommt es nicht so sehr darauf an, was oder wie wir etwas tun, sondern auf unsere innere Haltung, den inneren Ort an dem wir uns befinden. Von aussen gesehen wissen wir rein gar nichts, von welchen inneren Ort ein CEO, Politiker oder Lobbyist handelt. Erst im Kontakt mit der betroffenen Person können wir uns selbst erfahren und darüber Rückschlüsse auf den inneren Ort des Gegenübers erhalten.

Um dies zu können ist es notwendig, unser Herz zu öffnen und alte Vorstellungen und Ideen über uns selbst und andere loszulassen. Wir können das Ego als etwas aktives verstehen, als eine Aktion,  oder die Anstrengung, die wir unternehmen, um an Ideen und Vorstellungen festzuhalten. Lassen wir alle Vorstellungen über uns selbst und andere fallen sind wir im “Hier und Jetzt” und absolut authentisch. Die Bereitschaft zuzuhören und ein offenes Herz zeigt uns automatisch den Weg zu einem emphatischen miteinander.

Wie gelingt sozialer Wandel?

Die Herausforderung für die verantwortlichen Personen in Organisationen und Wirtschaft liegt in der Gestaltung der Umgebung, in der diese Prozesse stattfinden können. In einer auf Dominanz und Ego basierten Umgebung ist es unmöglich, diese Ent-wicklungsprozesse zu initiieren. Die Aufgabe liegt darin, einen Raum zu gestalten, in dem Ent-wicklung nach folgender Gesetzmäßigkeit geschehen kann. Die Botschaft lautet: Sozialer Wandel ist möglich.

1. Sicherheit
Wir müssen uns im Kontakt mit uns selbst und unserer Umgebung sicher fühlen. Viele von uns können sich kaum noch daran erinnern, wie es war, sich sicher und absolut geborgen zu fühlen

2. Kontakt
Aus dieser Erfahrung der Sicherheit heraus können wir uns selbst begegnen und von dort mit anderen in Kontakt treten.

3. Berührung
Im Kontakt miteinander lassen wir uns von unseren Emotionen berühren und empfinden eine emphatische Verbundenheit miteinander.

4. Intimität & Vertrauen
Als Ergebnis erschaffen wir eine vertrauensvolle Umgebung und Atmosphäre, die langfristige Bindungen und Beziehungen ermöglichen.

Das Transformative Führungsmodell schafft diesen Raum der Begegnung und Offenheit. Eine Organisation, die sich für diesen Weg entscheidet, verändert die traditionellen Vorstellungen von Macht und Hierarchie grundlegend, von einer auf Wettbewerb und Ego basierten Zusammenarbeit hin zu einer auf Beziehungen und Kooperation basierenden Arbeit. Sie bewegt sich von zentralisierten zu dezentralisierten Entscheidungsstrukturen, überwindet Konkurrenz und Mangeldenken und erschafft harmonische und gesunde Lösungen für alle Beteiligten.

In Mythos Dominanz erfährst Du, wie das Neue mit Hilfe der Pferde in die Welt kommt. Erfahre es selbst in der Praxis vom 04.-06.03. 16 und werde Teil der Wandlung.

Quellen:

Otto Scharmer und Arianna Huffington – “The importance of the Mindfulness” Davos 2014
Evolution Management -Transformatives Führen
Loha Magazin – Collective – Mindfulness Collective Sleepwalking[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]

Sozialer Wandel

2017-11-08T11:46:38+00:00 Von |1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. […] Die Frage, die nie gestellt wird: Auf welcher Ebene des Bewusstseins handeln wir? Wie blind sind wir wirklich, für die Dinge die uns glücklich machen?  […]

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