Krisenintervention

Was sind Krisen?

Krisenintervention.  Krisen sind Momente des inneren Wachstums und der Erkenntnis. Sie können vielfältiger Natur sein. Meistens stellen sie sich in äusseren Veränderungen dar. Vielleicht sind es zurück gehende Umsätze, gesundheitliche Probleme, oder Partnerschaften die auseinander gehen. Dies alles sind ernsthafte Hinweise, unsere bisherigen Denkmuster und Vorstellungen einer gründlichen Überprüfung zu unterziehen.

Nur zu verständlich und menschlich für uns ist es, an unseren Gewohnheiten noch eine Weile fest zu halten. Denn schließlich haben sie uns zu dem gemacht, der wir heute sind. Das kann nicht gänzlich falsch sein, denn bisher haben wir in dieser Welt gut gelebt.

Für mich ist es weniger eine Frage von richtig und falsch, sondern eher eine Fähigkeit, den Herausforderungen des Lebens mit einem größt möglichen Maß an Offenheit zu begegnen. Und manchmal müssen wir unser altes Leben völlig aufgeben, um den nächsten Schritt zu meistern. Ganz wie die Raupe, die ihr altes Leben als Larve aufgibt, um zu einem Schmetterling zu erwachen.

Unser Leben hat viel mit der einer Raupe gemein. Das Körpervolumen der Raupen vergrößert sich stark während ihres Wachstums. Sie müssen sich mehrmals häuten, bis sie ihre endgültige Größe erreicht haben. Sie bilden von Zeit zu Zeit eine neue, größere Haut, die unter der alten wächst. Zur Häutung schwillt die Raupe an, bis die alte Haut platzt und durch Muskelbewegungen nach hinten weg geschoben werden kann. Diese Entwicklung erreichen wir durch Fleiss und persönliches Engagement. Wir vergrößern unseren Radius und wachsen im Bewusstsein.

Dann kommt die katastrophale Metamorphose vom letzten Larven- zum Adultstadium. Dabei werden große Teile des Larvenkörpers abgeworfen oder zurückgebildet. Der tiefgreifende Umbau erfolgt häufig in einem zur Nahrungsaufnahme unfähigen, unbeweglichen Puppenstadium.

Krisenintervention – Krisen sind Chancen zur persönlichen Transformation

Dies sind die großen Krisen in unserem Leben. Oft werden sie als Depression oder Burnout bezeichnet. Sie sind nichts, wovor wir uns fürchten müssen. Auch müssen sie nicht bekämpft oder behandelt werden.  Sie sind ein natürlicher Bestandteil unseres Lebens und bereiten uns auf eine große Transformation vor.

In diesem Puppenstadium benötigen wir ein sicheres, achtsames  und geschütztes Umfeld und weniger eine aggressive Hilfestellung, wie gut sie auch immer gemeint sei. Sie würde die Larve evtl. in ihrem Prozess behindern und sie vielleicht sogar töten.

Der Larve ist auch nicht geholfen, sie zu einer noch besseren Larve entwicklen zu wollen. Auch das wäre ihr sicherer Tod. Für die Larve gibt es kein zurück und das ist es, warum uns die Krisen in unserem Leben manchmal so hoffnungslos erscheinen. Wir sind aufgefordert unser bisheriges Leben völlig aufzugeben, zugunsten einer ungewissen Zukunft.

Um diese Phasen mit einer größt möglichen Offenheit zu begegnen helfen mir

  • eine verlässliche Beziehung zu meiner Frau und meinen Kindern
  • ausreichend körperliche Bewegung und Aufenthalte in der Natur
  • klare Grenzen und Freiräume zum Rückzug und der Innenschau
  • Anstöße und Unterstützung von Aussen

Resilienz die Kraft aus der Krise

Krisenintervention

2017-09-14T10:28:35+00:00 Von |0 Kommentare

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