Ich will nicht mehr leben

Ich will nicht mehr leben. Ein Satz der schockiert und verunsichert. Vielen jagt er Angst ein und erschüttert zutiefst, doch gedacht hat ihn schon fast jeder. Es scheint eine hoffnungslose Situation zu sein, gefangen in einer Welt, die sich scheinbar gegen dich verschworen hat.

Millionen von Menschen bewegt ein Wunsch: Wie komme ich aus dem selbst geschaffenen Gefängnis wieder frei? Da erzählt ein Bankvorstand seinem Fahrer, dass er nur bei ihm im Auto so sein könne, wie er wirklich ist. Eine andere Führungskraft in einem Elektronikkonzern hadert mit der Tatsache, dass der Löwenanteil des Umsatzes mit Rüstungsgütern erzielt wird. Wieder eine Andere beklagt ihren gesundheitlichen Zustand und die Ziellosigkeit in ihrem Leben. Drei Beispiele die aufhorchen lassen. In allen drei Fällen ist Geld nicht das Problem, sondern vielmehr das Gefühl, sich in einem verselbständigten System gefangen zu fühlen. Das Ende jeder Kreativität.

Ich will nicht mehr leben. Ein leiser Hilferuf. Das es möglich ist, das Leben wieder selbst bestimmt zu Leben beschreibt hier eine ehemalige Klientin  in einem persönlichen Gedicht:

 

Hier bin ich aufgewacht,

Und hab die Augen aufgemacht.
Die Welt um mich ist für den Moment ganz still
und ich entscheide, wohin ich will.

Bin ab heute raus, Zeit, um zu gehen.
Kann jetzt mein wahres Selbst sehen.
Ich gehe, wohin es mich trägt,
Meine Gefühle leiten den Weg.

Hier bin ich aufgewacht,
Und hab die Augen aufgemacht.
Die Welt um mich ist für den Moment ganz still
und ich entscheide, wohin ich will.

Mach jetzt mein eigenes Ding,
meine Überzeugung gibt mir den Sinn.
Will mich nicht mehr dagegen wehren,
Endlich anfangen, auf mich zu hören.

Hier bin ich aufgewacht,
Und hab die Augen aufgemacht.
Die Welt um mich ist für den Moment ganz still
und ich entscheide, wohin ich will.

Nach einem Jahr Begleitung erkannte sie ihre eigenen Begrenzungen und wagte den Schritt sich selbst zu begegnen.

Das eigene Erleben und Erkennen, dass wir in etwas Größeres eingebunden sind, etwas, dass sich der gewöhnlichen Sprache entzieht und doch allgegenwärtig erscheint, ist es, was uns zur Ruhe bringt. Die Suche ist beendet. Das sind die Momenten des Erinnerns, die Perlen in unserem Leben, die uns den Sinn und die Bedeutung der eigenen Existenz wieder ins Bewusstsein rufen. Solche Momente sind es wohl, die Hebammen immer wieder erleben, wenn sie die Neugeborenen in unserer Welt begrüßen. Das sind die Momente, in denen das wahre Selbst aufscheint, jenseits aller Konditionierungen. Raum und Zeit lösen sich auf, wir werden ganz still und lauschen dem Rhythmus der Natur. Es ist jedes Mal ein besonderer Moment, wenn ein Mensch mit seinem tiefsten Inneren in Kontakt kommt und ein Gefühl dafür bekommt, was ihn als Ganzes ausmacht.

Die Hektik, die das alltägliche Leben vieler Menschen heute bestimmt, ist die unbewusste Suche nach dem Sinn in unserem Leben. Zutiefst wurde die westliche Kultur entwurzelt und immer tiefer in die Illusion der Trennung hineingetrieben. Sinn und Bedeutung wurden durch Konsum und Ablenkung ersetzt. Die vielen Zivilisationskrankheiten der Moderne sind Ausdruck der Spaltung des Geistes. Der Mensch fühlt sich einsam und verlassen, isoliert in einer künstlichen Welt, geschaffen von Menschen, abgetrennt von den Rhythmen der Natur.

Das eigene Wesen ist nichts, was gezügelt, dominiert oder dressiert werden muss. Es ist auch nichts, was mit viel Geld beruhigt werden möchte. Das authentische Selbst hat vielmehr die Eigenschaften eines Samens, der das gesamte Potential des Lebens in sich trägt. Dieser Samen ist Teil der Natur. Es ist der kreative Ausdruck des Momentes, des Augenblicks. Dieser Samen benötigt einen sicheren Raum und Ermutigung, um gedeihen zu können.

 

Dieser sichere Raum entsteht gerade, im Zentrum für Gesundheit und pferdegestütze Kommunikation in Mansbach / Hohenroda in der Rhön. Der alternative Pferdehof AröhnA bietet ideale Voraussetzungen für Menschen, die einen Weg heraus aus der Matrix, hinaus aus den eigenen Konditionierungen und Begrenzungen suchen. Vor 2 Wochen kamen die ersten Teilnehmer zum dem Kurs Das Pferd Dein Spiegel und erlebten tiefgreifende Begegnungen mit sich selbst. Die Arbeit im Seminarraum am Vormittag und die Begegnung mit den Pferden am Nachmittag bietet eine ideale Mischung, um dem authentischen Selbst auf die Spur zu kommen. Tief verschüttet ruht es in jedem Menschen und wartet darauf wieder an die Oberfläche zu gelangen. Lange Zeiten lag der Samen tief im Menschen vergraben, wie der Lotussamen, der Jahrzehnte tief vergraben  in der Erde überdauern kann, bis seine Schale von aussen verletzt wird. Ein kleiner Riss in seiner Schale entsteht, eine Öffnung,  in die Wasser eindringen kann, setzt eine Reise durch dunkles Erdreich in Gang, bis an die Wasseroberfläche. Dort zeigt sich diese wunderbare Blüte als natürlicher Ausdruck des Lebens.

Im Sommer 2015 eröffnet das Zentrum für Gesundheit und pferdegestützte Kommunikation in Mansbach

Das Zentrum für Gesundheit und pferdegestütze Kommunikationen bietet Menschen ganz gleich welcher Herkunft die Möglichkeit hinabzutauchen und die eigene Essenz, das authentische Selbst, den Samen tief in sich wieder zu entdecken und die Reise anzutreten zurück an die Wasseroberfläche, um im neuen Glanz zu erstrahlen. Markus Schneider Gründer und Leiter des Zentrums setzt damit seinen eigenen Lebensweg konsequent fort und zieht zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern diesen Sommer nach Mansbach. “Hier finde ich ideale Bedingungen für meine Arbeit mit Einzelpersonen und dem Weg nach Hause, genauso wie für Firmenkunden mit Evolution Management.”

Ich will nicht mehr leben.

2017-11-08T11:46:48+00:00 Von |0 Kommentare

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