Corona. Kein anderes Wort wird in diesen Tagen so oft benutzt wie dieses. Doch wofür steht Corona? Ist es ein Virus, dass die Krankheit Covid-19 auslöst, oder können wir darin noch eine ganz andere Bedeutung finden?

Das Wort „Corona“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Krone“ oder „Kranz“. Auch finden wir es im Märchen von Rapunzel wieder. Die Königin, Herrscherin von Corona ist in der Disneyverfilmung die Mutter von Rapunzel. Sie bekommt eine unbekannte Krankheit, während sie hochschwanger mit Rapunzel ist und sie würde an der Krankheit sterben. Auf der Disney Fanseite finden wir folgende Geschichte: Die Wachen aber fanden die magische goldene Blume, die durch einen Sonnentropfen entstand. Die Königin wird durch sie geheilt und bringt eine gesunde Tochter zur Welt. Nachdem Gothel ihre Tochter stahl, war sie am Boden zerstört. Achtzehn Jahre veranstalteten sie und der König weiterhin das Laternenfest am Geburtstag ihrer Tochter, um sie nach Hause zu holen. Die Königin hatte die Hoffnung fast aufgegeben, als eine Wache kam, um Rapunzels Rückkehr zu melden. Die Königin war nicht in der Lage, Rapunzel sofort zu erkennen, doch ihr Mutterinstinkt und die verblüffende Ähnlichkeit brachte die Familie wieder zusammen.

Ist Corona reale Wirklichkeit, ein Märchen oder eine versteckte Botschaft an uns?

Am Anfang dieses Märchens stehen die Eltern von Rapunzel, als Symbol der Trennung des Bewusstseins in Männlich und Weiblich. Genauso beginnt die Bibel mit der Aufspaltung eines ganzheitlichen Wesens. Nehmen wir einen Moment an, dass damit der Beginn unserer Welt beschrieben ist, der Beginn von Gegensätzlichkeit bzw. der Dualität unserer Welt. Am Ende findet die Tochter wieder zurück zur Familie. Was bedeutet das für uns alle? Finden wir in diesen Zeiten die Einheit in uns wieder?  Befinden wir uns gerade in einem evolutionärem Sprung der Menschheit? Ich meine ja!

Zurück zum Märchen. Wie gelangte Rapunzel in den Turm, in dem sie lange Jahre eingesperrt war? Die männlichen und weiblichen Kräfte in uns sind der Motor dieser Geschichte. Die weibliche Seite in uns steht für das Verlangen und die Männliche für unsere Handlungen. Die Eltern Rapunzels lebten in einer Welt voller Begierden und Süchten. Im Märchen heisst es: „In der Abenddämmerung stieg er also über die Mauer in den Garten der Zauberin, stach in aller Eile eine Handvoll Rapunzeln und brachte sie seiner Frau. Sie machte sich sogleich Salat daraus und aß sie in voller Begierde auf.  Sie hatten ihr aber so gut geschmeckt, daß sie den andern Tag noch dreimal soviel Lust bekam.“

Die menschliche Begierde lässt sich nicht in einer materiellen Welt befriedigen. Egal wie viel wir besitzen, oder glauben zu wissen, die Begierde wird immer größer statt kleiner. Der Drang nach immer mehr war heutzutage unser eigentliches Problem geworden, genau wie im Märchen. Was hatten wir verloren gehabt? Wofür steht das Kind Rapunzel in unserer Welt? Es ist unser Seelenbewusstein, unsere Anbindung an die Schöpfung. Unsere Erinnerung an ein Leben in Einheit, vor dem Fall aus dem Paradies.

Rapunzel wird schließlich in einem Turm eingeschlossen. Die Seele wird damit von ihren Eltern getrennt und von einer Zauberin aufgezogen. Die Zauberin ist die Herrscherin von Maya, der Welt der Illusionen. Die Eltern repräsentieren das Körperbewusstsein, jetzt aufgespaltet in Mann und Frau. Rapunzel blickt nur durch ein kleines Fenster draußen auf die Welt. Das Fenster im Turm symbolisiert unsere kopflastige, beengte Sichtweise auf die Natur und der Turm eine Überheblichkeit, die Natur überragen zu wollen, der Welt unseren Stempel aufdrücken zu wollen. Den einzigen Zugang zu der Seele, sollte die Zauberin behalten, die Herrscherin über die Illusionen. Nur mit einem Zauberspruch verschaffte sie sich Zugang zu Rapunzel.

Corona, die Befreiung der Menschheit aus ihrem Verstandesgefängnis

Mit welchem Zauberspruch wurde die Moderne gefangen genommen? Ist es nicht die materielle Welt, die durch Anhäufung von immer mehr Geld und Reichtum eine Befriedigung unserer Begierden verspricht? So langsam erkennen wir durch das Märchen die Probleme unserer Zeit. Der Materialismus hatte unsere Seele in einen Turm gesperrt und so die Verbindung zu unserer Spiritualität gekappt.

Weiter im Märchen heisst es: „Nach ein paar Jahren trug es sich zu, daß der Sohn des Königs durch den Wald ritt und an dem Turm vorüberkam.“ Die gute Nachricht ist, dass die Zauberin die sich entwickelnde Seele nicht auf Dauer in den Turm der Illusionen einschließen kann. Die Wiederverbindung mit dem in die Irre geleiteten männlichen Prinzip lässt sich nicht länger verhindern. „Anfangs erschrak Rapunzel gewaltig, als ein Mann zu ihr hereinkam, wie ihre Augen noch nie einen erblickt hatten.“  Die Verbindung des männlichen und weiblichen Prinzips in uns, zündet eine gewaltige Lebensenergie in unserem Körperbewusstsein, die Kundalini eine Kraft, die zusammengerollt am Fusse unsere Wirbelsäule ruht. Sie sprengt den Turm, aufgebaut aus Illusionen und falschen Glaubenssätzen und befreit Rapunzel (unsere Seele). Gemeint ist die sexuelle Energie, die uns im Orgasmus einen kleinen Vorgeschmack darauf gibt, wie es sich anfühlt, wenn Körper- und Seelenbewusstsein wieder Ein werden.

Der Weg der Erkenntnis oder Befreiung ist voller Fallstricke und nicht selten sind wir verblendet auf Grund von ekstatischen Zuständen und kurzfristigen Erfolgserlebnissen. Die erste Anziehung zwischen Mann und Frau ist schnell verflogen und es folgen anstrengende Jahre der Selbstreflexion und Arbeit an uns. Als der Königssohn zurückkehrte, um Rapunzel zu befreien fand er statt dessen die Zauberin, die Herrscherin der Illusionen wieder. „Aha,« rief sie höhnisch, »du willst die Frau Liebste holen, aber der schöne Vogel sitzt nicht mehr im Nest und singt nicht mehr, die Katze hat ihn geholt und wird dir auch noch die Augen auskratzen. Für dich ist Rapunzel verloren, du wirst sie nie wieder erblicken. Der Königssohn geriet außer sich vor Schmerzen, und in der Verzweiflung sprang er den Turm herab: das Leben brachte er davon, aber die Dornen, in die er fiel, zerstachen ihm die Augen. Da irrte er blind im Walde umher …“

Die Reduzierung des Weiblichen auf die blosse Triebbefriedigung verblendet den Königssohn und beschert im eine schmerzvolle lange Reise in die Wüste der leidvollen Sinnsuche in einer materiellen Welt. Dort findet er Rapunzel ein zweites Mal, die mittlerweile Zwillinge geboren hatte. Die Tränen der Freude überwiegen und sie finden letztendlich zueinander.

Corona öffnet unser materielles Denken

Das Ende symbolisiert nicht nur die Befreiung unserer Begierden aus dem Gefängnis des Verstandesdenkens, sondern auch den Beginn eines neuen Zeitalters, des Goldenen, in dem die Menschheit einen evolutionären Sprung vollzieht. Dies ist genau das, was wir durch Corona, unsere Krone jetzt gespiegelt bekommen. Die Krone auf unserem Kopf symbolisiert das siebte Chakra am Scheitelpunkt unsere Kopfes. Wenn die Kundalini wieder aufgestiegen ist und unser Kronenchakra öffnet, verbindet sich das Körperbewusstsein mit dem Seelenbewusstsein. Das Männliche hatte den Weg nach Hause zurück gefunden gehabt und verband sich auf Augenhöhe mit dem weiblichen Prinzip in uns. Das war der Beginn eines neuen Zeitalters, dem Goldenen.

Was zum Ende hin wieder wie ein Märchen anmutet, ist genau das, was wir gerade erleben, doch noch nicht von der Masse der Menschen erkannt worden war. Corona ist der zündende Funken unseres Bewusstseins und verbrennt alle unsere Illusionen und Anhaftungen. Die sogenannte Corona-Pandemie können wir als Spiegel unsere individuellen und kollektiven Ängst durchschauen. Eine Aufforderung, die Illusionen und falschen Versprechungen zu durchschauen und unser eigenes materielles Denken zu durchbrechen und die drei wichtigen Fragen im Leben zu stellen:

  1. Wer bin ich?
  2. Wo komme ich her?
  3. Wie bin ich vom Leben gemeint?

Also wir müssen nicht an Corona körperlich sterben. Lediglich unser Ego, unsere Illusionen beginnen sich zu lösen und geben den Weg frei zur nächsten Evolutionsstufe der Menschheit. Ein wahrhaft historischer Moment.